fehlende Header-Files bei Debian

Geschrieben von matas am 8. Mai 2008

In einem jungfräulichen Debian-System fehlen verschiedene Header-Files und ein paar andere Sachen, die man für einen build-Prozeß im Allgemeinen braucht.

Ein apt-get install build-essential spart einem die Suche nach den benötigten Paketen.

Danke an tim für den Tip

tab-completion unabhängig von Groß- und Kleinschreibung machen

Geschrieben von matas am 30. April 2008

echo "set completion-ignore-case ON" >> .inputrc schaltet die tab-completion der bash auf case-insensitive um. Das heißt, das nach Eingabe von lib(tab)(tab)sowohl auf library als auch auf Library gematcht wird.

git-rails

Geschrieben von matas am 30. April 2008

Rails bewegt sich ja nun immer schneller weg von SVN als Tool zur Versionsverwaltung und hin zu Git. Die Vorteile liegen auf der Hand. Dezentrale Repositories und ein relativ schmerzarmes mergen verschiedener Branches gehören auf jeden Fall dazu.

Will man seine eigenen Rails-Projekte mit Git verwalten so sollte man sich auf jeden Fall auch mal git-rails anschauen. Das bietet einige nette Helferlein im Umgang mit Rails-Anwendungen. Kleines Beispiel gefällig?

Ein git-rails init erzeugt gleich mal das passende .gitignore welches die Dateien ausschließt, die man üblicherweise nicht im Repository haben will, also log-files und ähnliche.

Offene Briefe

Geschrieben von matas am 30. April 2008

Eigentlich wollte ich schon hierzu was schreiben, habs dann aber gelassen. Eigentlich sollte man diesen rumwinselnden Schoßhündchen der Kontent-Mafia nich auch noch Publicity zukommen lassen.

Allerdings fand ich dieses Exemplar dann wieder so lesenswert und amüsant, das ich der Vollständigkeit halber und zum direkten Vergleich dann doch mal auf das Original verlinkt habe :)

mod_rails

Geschrieben von matas am 30. April 2008

mod_rails auch bekannt als Passenger wurde bereits vor einigen Tagen veröffentlicht. Aber vielleicht hats ja doch der eine oder andere noch nicht gehört/gelesen.

mod_rails ist im Grunde genommen ein Apache-Modul zum direkten ausführen von Rails-Anwendungen unter Apache. Die Konfiguration ist relativ einfach. Auf der Seite bzw. während der Installation gibts einige Beispiele.

Zur Performance kann ich noch nicht viel sagen. Der erste Aufruf einer Seite, die mittels modrails ausgeliefert wird, dauert etwas länger, weil das komplette Framework zunächst geladen wird. Die nächsten Aufrufe gehen dann deutlich schneller vonstatten. Bewegt sich aber alles im Sekundenbereich, also durchaus akzeptabel. Vergleich mit mongrel und vorgelagertem proxybalancer steht noch aus. Mal schaun.

Klackende Festplatte unter OSX

Geschrieben von matas am 30. April 2008

Letzte Woche hatte ich ja meine neue Festplatte eingebaut. Diese läuft eigentlich auch ganz nett, macht sich aber ab und an mal durch ein ziemlich deutliches Klack-Geräusch bemerkbar. Irgendwie beunruhigend. Kurze Recherche ergab, das das Geräusch beim Parken/Entparken der Köpfe entsteht. Eigentlich sollte dieser Vorgang nicht allzu oft passieren. Aber leider scheint da irgendwie das Zusammenspiel von Betriebssystem und Festplatte nicht zu passen. whatever

Hier gitb es ein nettes kleines Tool nebst eigenem StartUpItem, welches die APM Einstellungen der Festplatte auf geeignete Werte setzt. Bei mir war danach das Klacken weg.

P.S.: eine normale Festplatte “überlebt” ca. 300.000 Parkvorgänge. Einige User berichten von bis zu 20.000 in den ersten paar Tagen ohne die geänderten Werte. Die Verwendung des Tools trägt also wesentlich zur Verlängerung der Lebensdauer der Platte bei.

P.P.S.: hier gibts Tools zum auslesen der S.M.A.R.T.-Werte der Platte. Da stehen auch die bereits absolvierten Zyklen dabei. Könnte vielleicht auch den einen oder anderen interessieren.

Powerbook Harddisc Recovery

Geschrieben von matas am 22. April 2008

Gestern früh meinte mein SMARTReporter, dass meine Festplatte ihre besten Tage nun wohl hinter sich gelassen hat. Hatte sich auch schon etwas länger angekündigt. Und so kriegte mein Powerbook auf seine alten Tage mal eben eine neue Platte spendiert.

Wer solche Sachen vorhat, dem kann ich die Guides von IFixIt wärmstens empfehlen. Am besten vorher mal durchlesen und entscheiden, ob man sich das ganze auch wirklich zutraut. Im Zweifel sollte man sein gutes Stück Hardware wohl lieber zum Händler seines Vertrauens geben.

Hier rennt jetzt also mittlerweile eine schicke 160GB-Platte.

Kleiner Tip am Rande:

Wenn die alte Platte noch funktioniert und man ein externes USB-Gehäuse zur Hand hat, kann man nach der Installation seine alten Daten mit dem Migrations-Assistent sehr schick und einfach ins neue System kopieren. Dazu sollte man bei der Installation drauf achten, einen neuen Nutzer anzulegen, den es im alten System noch nicht gab. Bei Namensgleichheit können die Daten nämlich nicht übernommen werden.

Hat man ein externes Gehäuse mit Firewire, kann man die Datenübernahme auch gleich bei der Installation machen.

Ein wenig Handarbeit ist aber zumindest bei mir dennoch angesagt. Die ganzen Sachen für Ruby on Rails baue ich sicherheitshalber von Hand nach.

Anleitung: MacOSX Tiger, Ruby und Rubygems auf PowerPC

Geschrieben von matas am 11. April 2008

Für alle, die Ruby (und natürlich Rails) auf älteren Macs verwenden, sollte folgendes Problem bekannt sein:

Bei Gems, die native extensions während der Installation bauen treten immer wieder Probleme mit der verwendeten Architektur auf. Grund ist eine ziemlich verpfuschte Ruby-Installation.

Folgendes schafft Abhilfe:

# sudo gem install fixrbconfig

Das wars…

UPDATE: das wars doch noch nicht ganz…

In der Datei /usr/local/lib/ruby/1.8/universal-darwin8.0/rbconfig.rb nach powerpc suchen und durch ppc ersetzen. Dann klappts. HTH

Update2: und auch das löst nicht alle Probleme…

Schlussendlich blieb nur das Selberbauen vom Ruby. Aber aufpassen - sowohl gem (das Programm) als auch alle gems, die native extensions haben müssen danach nochmal neu gebaut werden.

5.4.2008 in Weimar

Geschrieben von matas am 7. April 2008

Der vergangene Samstag dürfte bei vielen schon seit längerer Zeit rot (bzw. braun) im Kalender markiert gewesen sein. Die NPD hatte für diesen Tag eine Kundgebung mit begleitender Demo angesetzt.

Nachdem es am 8.3.2008 einen Überfall auf die Gerber gegeben hatte, lagen die Nerven bei vielen natürlich einigermaßen blank.

Nach einiger Überlegung, ob man an diesem Tag (vor allem mit Kind) überhaupt in die Stadt gehen sollte siegte am Ende dann doch die Überzeugung, dass durch Wegsehen und Zuhausebleiben niemandem geholfen ist.

Also Kind geschnappt und erstmal in Richtung Spielplatz gelaufen. Eigentlich trifft man zu der Zeit (gg. 10Uhr) dort immer jemanden an. Fehlanzeige. Keiner da. Auch die Kleine hatte irgendwie keinen Spaß dran. Alleine mit Papa spielen geht ja schließlich auch zuhause.

Nächste Station: Theaterplatz. Hier gabs zu der Zeit eine öffentliche Stadtratssitzung. Irgendwie auch nicht das richtige für ein zweijähriges Kind, auch wenn ich mir die Veranstaltung gerne angesehen hätte.

Also gings erstmal weiter zum nächsten Spielplatz. Auch keiner da… Nächstes Ziel: Weimarhalle. Dort gabs einen Ärztekongress und auf dem Vorplatz allerlei Stände von THW, Rotem Kreuz und ADAC. Krankenwagen, THW-Fahrzeuge und ein Rettungshubschrauber sorgten wenigstens beim Kind für etwas Abwechslung.

Von der Weimarhalle aus kann man prima in den angrenzenden Park schauen und da Kind den schon kannte, wollte die Kleine dann unbedingt Entchen füttern gehen. Also erstmal Parkrunde. Ein kurzer Blick auf die Uhr signalisierte dann: Heimweg antreten! Mittagszeit!

Ecke Schwanseestraße/Goetheplatz gabs dann die (für mich) einzige brenzlige Situation an dem Tag. Etwa 100-150 Leute hatten sitzenderweise die Schwanseestraße blockiert. Ich wollte gerade versuchen, mich durchzumogeln, als von der anderen Seite die Polizei anrückte. Vollschutz. Grimmige Gesichter. Hmm. Sah so aus, als wollten die gleich räumen. Darauf hatte ich dann mit Kind auf den Schultern irgendwie grad gar keine Lust. Also Umweg. Im Gehen hörte ich noch einen älteren Mann, der wegen der Blockade aus dem Bus aussteigen und die 50m zum Goetheplatz zu Fuß gehen mußte: “Für die könnte man mal die Arbeitslager wieder einführen. Wäre genau das richtige”. In dem Moment hätte ich mir irgendwie gewünscht, einen Flyer für die NPD-Veranstaltung in der Hand zu haben. Wäre sicherlich eine prima Nachmittagsbeschäftigung für den Herrn gewesen. Naja, ich hab mir dann jegliche Kommentare verkniffen.

Zu Hause angekommen war dann erstmal Mittagsschlaf für die Kleine angesagt, so dass wir die “heiße” Phase nicht mitbekommen haben. Anscheinend ist es aber durch diverse Sitzblockaden gelungen, den Weg der NPD-Demo zu verkürzen und somit den Goetheplatz zu “halten”.

Fazit: Weimars Bürger haben geschlossen gezeigt, dass die NPD in der Innenstadt (und eigentlich in der ganzen Stadt) nicht erwünscht ist. Die Aktionen, die ich mitbekommen habe liefen allesamt gewaltfrei ab, so dass man sich auch an diesem Tag in der Stadt nicht unwohl fühlen mußte. Demokratischer Protest, der funktioniert hat!

Wissenschaftliche Arbeiten mit LaTeX - Teil 2

Geschrieben von matas am 4. April 2008

Heute gehts weiter mit Teil 2 der Posting-Serie zu wissenschaftlichen Arbeiten mit LaTeX.

In Teil 1 hatte ich angefangen mit der Definition der Dokumentklasse. Diesmal geht es weiter mit den Paketen, die in der Präambel eingebunden werden.

\usepackage[ngerman]{babel}

Das Babel-Paket sorgt für die Übersetzung der automatisch generierten Überschriften, für das korrekte Datumsformat, für richtige Silbentrennung und ähnliches. Also alles, was zu beachten ist, wenn man Texte in einer anderen als der englischen Sprache verfasst.

In Verbindung mit der Option ngerman erfolgt die Anpassung auf die neue deutsche Rechtschreibung sowie allgemein auf die Gepflogenheiten des deutschen Sprachraumes.

\usepackage[T1]{fontenc}

Mit dieser Zeile wird die Ausgabekodierung festgelegt. Die Option T1 bewirkt hier die Verwendung von Fonts, welche Umlaute enthalten. Diese müssen somit nicht mehr aus mehreren Zeichen zusammengesetzt werden. Außerdem funktioniert damit die Silbentrennung auch bei Worten, die Umlaute enthalten.

\usepackage[applemac]{inputenc}

inputenc legt die Kodierung der Quell-Datei fest. Auch hier geht es wieder um die spezielle Behandlung von Umlauten. Diese liegen dummerweise in den verschiedenen Zeichentabellen an unterschiedlicher Stelle. Man muss also LaTeX mitteilen, welche Kodierung man benutzt. Mögliche Optionen sind hier applemac für die Mac-Gemeinde, latin1 für Windows oder allgemein utf8. Die Option hängt auch vom verwendeten Editor ab. Aber ich denke mal, dass User die ihre Texte auf verschiedenen Systemen bearbeiten hier sowieso eine gewisse Erfahrung mitbringen.

\usepackage{graphicx}

ermöglicht die Einbindung von Grafiken ins Dokument. Hierbei gibt es einiges zu beachten. Vor allem das Format der einzubindenden Grafiken sorgt immer wieder für Verwirrung. Grundlegend gilt: wird latex verwendet, so sollten die Bilder als .eps vorliegen, bei pdflatex werden sie im .pdf Format benötigt.

\usepackage{listings}

Das Listings-Paket erlaubt die komfortable Einbindung von Quelltexten im Dokument. Dazu kommt demnächst nochmal ein gesondertes Posting.

\usepackage{float}

Mit dem float-Paket ist die Definition eigener und angepasster float-Umgebungen möglich. Auch eher was für fortgeschrittene Benutzer.

Ich denke, das war erstmal genug Stoff für heute. Viel Spaß beim ausprobieren. Teil 3 wird sich dann dem Rest der Präambel widmen. Ich nehme mir mal ganz fest vor, den bis Montag zu schreiben g

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